Top Medizin Wissenschaftler John Ioannidis zieht Corona Bilanz

Veröffentlicht am 14. Oktober 2020 von rositha13

https://pfmweb.files.wordpress.com/2020/10/ioannidis3.png?w=525&&resize=261%2C127#038;h=600&crop=1

TKPGesundheit  13. Oktober 2020 5 Minutes

Der weltweit führende Medizin-Wissenschaftler Stanford Professor John Ioannidis hat sich wieder mit einem Artikel zu Wort gemeldet, diesmal um European Journal of Clinical Investigation. Veröffentlicht in der Wiley Online Library. Ioannidis war der Erste, der Mitte März schon eine korrekte Abschätzung der Infektionssterblichkeit IFR vorgelegt hatte – damals 0,125% – die jetzt auch durch die WHO Zahlen bestätigt wurde. Er gibt nun einen Überblick über das bisherige Wissen und was wir weiterhin erwarten können.

Jetzt im Oktober 2020 gibt es mehr als 1 Million dokumentierte Todesfälle mit COVID-19. Weitere Todesfälle können sowohl durch COVID-19 als auch durch die ergriffenen Maßnahmen verursacht werden. Ioannidis betont nochmals, dass COVID-19 eine extrem starke Abhängigkeit des Risikos vom Alter zeigt sowie von sozioökonomischen und klinischen Faktoren.

Die Berechnung der verlorenen Lebensjahre, eine wichtige Kenngröße für jegliche Public Health Bewertung, von COVID-19 ist methodisch anspruchsvoll und kann zu irreführenden Überschätzungen führen. Viele früheren Todesfälle könnten auf ein suboptimales Management und ein schlecht funktionierendes Gesundheitssystem zurückzuführen sein sowie die Einweisung von COVID-19-Patienten in Pflegeheime und nosokomiale Infektionen in Spitälern. Solche Todesfälle sollten in Zukunft zumindest teilweise vermeidbar sein.


Auch Ioannidis errechnet wie die WHO aus bisher durchgeführten Antikörper- und Infektionsstudien, dass im Oktober 2020 bereits etwa 10% der Weltbevölkerung eine Infektion hinter sich gebracht hat. Die globale Sterblichkeitsrate bei Infektionen liegt bei 0,15-0,20 Prozent bei den unter 70-jährigen aber nur bei 0,03-0,04 Prozent, wobei die Variabilität zwischen Orten mit unterschiedlicher Altersstruktur, Alters- und Pflegeheimplätzen, sozioökonomischen Ungleichheiten, klinisches Risikoprofil auf Bevölkerungsebene, Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit und der Gesundheitsversorgung recht groß sein kann.

In Österreich betrafen 49,3% der Todesfälle Menschen über 84 Jahren, sowie 24,7% die Altersgruppe 75 bis 84 Jahre. Somit kommen bisher fast drei Viertel der Todesfälle Menschen über 74 Jahren.

Frage der Herdenimmunität

Ein Punkt sehr kontroverser Ansichten ist der Prozentsatz ab dem Herdenimmunität erreicht ist. Insbesondere die Impfstoffproduzenten vertreten die Auffassung, dass mindestens 60% der Weltbevölkerung infiziert sein müssen, um eine …

weiter lesen auf https://rositha13.wordpress.com/2020/10/14/top-medizin-wissenschaftler-john-ioannidis-zieht-corona-bilanz/

Kommentare sind unbedingt erwünscht !